Donnerstag, 25. August 2016

Wiesbadener Kurier am 24.8.2016: Artikel zu historischen Rebsorten

Im heutigen Artikel "Weine von pilztoleranten Reben oft besser als ihr Ruf" erwähnt der Wiesbadener Kurier auch die Vorzüge der historischen Rebsorten.

Auszug aus dem Artikel
Slow Food: zurück zur Tradition Im Gegensatz zu den pilztoleranten Sorten, die es trotz des Zuwachses an Öko-Betrieben schwer haben, liegen alte Sorten wie Orléans oder Roter Riesling im Trend. Die Slow-Food-Bewegung, die sich auf Tradition und Ursprünglichkeit besinnt, will zurück zu diesen Sorten, aber sie werden immer nur Nischenprodukte bleiben, sagen Schmid und Konrad. Ebenso wie der „gemischte Satz“, der Anbau verschiedener Sorten in einem einzigen Weinberg, deren Trauben zusammen verarbeitet werden. Es ist eine „Liebhaberei“, die sich das Weingut Baron zu Knyphausen in Erbach leistet, die Anpflanzung von rotem und weißem Riesling, Silvaner, Gelbem Orleans, Gewürztraminer, Elbling und Weißem Heunisch, laut Konrad der „Brot- und Buttersorte des Mittelalters“. Aber sie stößt bei Weinfreunden auf immer mehr Interesse. Für die Geisenheimer Wissenschaftler sind alte Rebsorten insbesondere wegen ihres genetischen Materials wichtig. Das Institut ist seit Mitte der 1990er Jahre dabei, ein „Archiv“ aufzubauen, um unterschiedliche Spielarten alter Sorten zu sichern. Auf einer Fläche bis zu 400 Hektar, in alten Steillagenweinbergen an der Mosel und Weinbergen in anderen Anbaugebieten, wird weiter nach altem Material gesucht. Der Erhalt der genetischen Vielfalt sei wichtig für die weitere Auswahl. „Wir wissen wegen der Klimaveränderung nicht, was wir in 50 Jahren brauchen“, sagt Schmid. Erkenntnisse werden auch vom neuen Schloss Vollradser Bioversitäts-Weinberg erhofft.

Quelle / ganzer Artikel: Wiesbadener Kurier vom 24.8.2016

Und besonders freuen wir uns über den Hinweis im Infokasten des Artikels auf unser Symposium im November in der Hochschule Geisenheim!